Meilensteine

  • Der Anfang
  • Die Herkunft
  • Erfrischend anders
  • Wachstum
  • Wälde Junior
Wo vorher das Gasthaus „Andechser“ stand, gründet Paul Zeeb im Jahr 1957 die Hirsch-Apotheke in Göppingen. Die Entscheidung war die richtige und so zählt die Stammapotheke in der Fußgängerzone 1985 – das Jahr, in dem seine Tochter Beate Zeeb-Wälde die Geschicke des Geschäfts übernimmt – bereits fünf Mitarbeiter.

Doch zuvor ist einiges passiert: Beim gemeinsamen Pharmazie-Studium in Tübingen hat Beate Zeeb ihren zukünftigen Mann kennengelernt. Und Helmut Wälde lässt seine neue Liebe auch dann nicht aus den Augen, als diese für ihre Promotion nach München wechselt. Den Weg in die bayerische Landeshauptstadt kennt der in Freudenstadt geborene Student, der zu diesem Zeitpunkt bereits eine Apotheke in Bad Teinach betreibt, schnell auswendig und es gibt, so wird damals gemunkelt, in dieser Zeit keinen R4, der die Strecke vom Schwarzwald nach München schneller zurücklegt.

Und so nimmt die Geschichte des Apothekenverbunds Wälde ihren Lauf: 1982 wird geheiratet und Helmut Wälde übernimmt als Wahl-Göppinger die bereits bestehende Reusch-Apotheke, die damit Teil des Familienunternehmens wird. 1999 erhält dann die Hirsch-Apotheke ein topmodernes Gesicht: Sie wird Teil des neu erbauten Ärztehauses in der heutigen „Neuen Mitte“. Und sogar während der Bauphase ist Familie Wälde für die Kunden da: Das Geschäft wird in 7,5 zweistöckige Container ausgelagert, die in der Fußgängerzone ihren Platz finden. Für den traditionsreichen Maientags-Umzug war damals kein Durchkommen mehr und so wechselte er mal eben auf eine „Nebenstrecke“ – Der eine oder die andere erinnert sich vielleicht…

Im Jahr 2004 ist klar, dass Sohn Philipp ebenfalls mit dem Apotheker-Gen ausgestattet ist: Er sammelt nach der Schule zunächst Auslandserfahrung und geht dann zum Studieren nach Halle an der Saale, seine Eltern eröffnen derweil die Adler-Apotheke am Göppinger Schillerplatz. Und das Unternehmen wächst weiter: Mit der neu gegründeten Burg-Apotheke in Salach ist Familie Wälde seit 2007 erstmals auch an einem Standort außerhalb der Kreisstadt aktiv. Es folgen 2008 die neu erbaute Rigi-Apotheke in Holzheim sowie die Übernahme der Rechberg-Apotheke in Straßdorf. Und 2012 folgt mit der quadro-Apotheke in Bartenbach der siebte und bislang letzte Streich.

Apropos Bartenbach. Nach seinem Pharmazie-Studium kehrt Philipp Wälde zurück in die Heimat, sammelt im Familienunternehmen weitere Praxiserfahrung und macht sich schließlich im Alter von 26 Jahren mit einer eigenen Apotheke im besagten Göppinger Teilort selbständig. Und er ist bei seiner Rückkehr nicht allein: An seiner Seite ist Fanny, seine zukünftige Frau. Die beiden haben sich – wie schon Philipps Eltern – beim Pharmazie-Studium kennengelernt. Und auch die gebürtige Brandenburgerin folgt ihrem Mann der Liebe wegen nach Göppingen und wird Filialleiterin der Reusch-Apotheke. – Ob sich diese Geschichte wohl auch in der vierten Wälde-Generation wiederholt, steht derzeit noch in den Sternen. Man darf aber schon jetzt gespannt sein…